Mittwoch, 3. August 2016

fernerkundung

tage gibt es
da sehnt es mich nach deiner haut
stunden gibts
da möcht ich dich
mit fingerkuppen zeichen

jeder strich eine frage
jeder strich eine antwort
erinnernd in dir fort zu leben

und bist du fern
dann träum ich mich
von deinen fingerspitzen
ganz sacht den arm hinauf
hinter wissenden augenlidern
dein genießen durchzukosten
als wär es grade wirklich wahr

dein haar aus dem nacken streichen
denk ich aus dem sehnen mir
noch den ohren folgend
den augenbrauen nach
lippen zu erspüren

händespürend weiter zeichnen
den rücken ab und wieder auf
auf den schultern zu verweilen
von hinten diese brüste spüren
als seist du hier und dicht
auszukosten wie nahe wir
warm und einig sind

dann von vorn beginnend
still vom anderen ende her
den zehen nach
ein jedes bein
leben träumend
recht mit dir einig sein

und leise auf den bauch gelegt
dann schauen wie die hand da
sacht der schenkelkurve folgt
um am ende lippen streichelnd
der lust vollends genüge tut

wenn du fern bist
ach was

werd die augen öffen
dich wirklich suchen gehn

(copyright © 3.8.2016, bernd pol)

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